Aktien, Ausblick, Märkte

Börsenausblick: 19. bis 23. April

Eine neue Woche beginnt und wir können jetzt schon verraten: Die hat es in sich. Denn die Quartalsberichtsaison geht nun in die erste richtig fette Runde. Die Tech-Giganten IBM, Netflix und SAP sind ebenso dabei wie Autobauer Daimler und Impf-Sorgenkind Johnson&Johnson. Was die Woche für euch sonst noch so bereithält, verraten wir euch jetzt. 

Montag, 19. April

Montag zeigt die Eurozone ihre Leistungsbilanz und Italien legt Daten zu den Industrieaufträgen vor. Aus Deutschland erhalten wir den Monatsbericht der Bundesbank. Als gut informierte Institution ist dieser Bericht auch deshalb für viele Börsianer interessant, weil in ihm viele Informationen, Statistiken und Analysen zu den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen enthalten sind. In diesen unsicheren Zeiten sicher ein paar interessante Zeilen, die es dort zu lesen gibt.

Quartalszahlen kommen von Coca-Cola und IBM.

Dienstag, 20. April

In der Nacht gibt die Bank of China ihren Zinssatzentscheid bekannt. Wie ihr sicher wisst, sind die Zinsen weltweit auf niedrigstem Niveau. Damit soll die Wirtschaft angekurbelt, die Kreditvergabe vereinfacht und die Börsen gepusht werden. Aber wie lange noch? Alle warten auf das erste Zeichen der Zinsstraffung und so werden Zentralbanken-Termine auch in diesen Zeiten sehr genau von Börsianern beobachtet.

Großbritannien meldet die aktuelle Arbeitslosenquote und aus den USA gibt es neben Einzelhandelsumsätzen noch die wöchentlichen API-Rohöllagerdaten.

Quartalszahlen kommen von Harley Davidson, Johnson&Johnson, Philip Morris, Xerox – und Netflix. Der Streaming-Hero Netflix erlebt gerade die Wut der bezahlenden Kundschaft. Denn jüngst hat Netflix auch hierzulande die Abo-Gebühren saftig angehoben. Natürlich geht es um Profit, um was denn sonst?

Am Dienstag nach Börsenschluss gibt es also die Zahlen dazu. 15 Analysten schätzen im Mittel ein Gewinn pro Aktie von 2,98 $ für das erste Quartal 2021. Das wäre höher als jedes Quartal in 2020 und mehr als doppelt so viel als im Dezember gemeldet wurden. Da waren es 1,19 $ pro Aktie. Ob sich die Preiserhöhung jetzt wirklich schon so stark bemerkbar macht und vor allem wie viele Kunden dazugekommen und abgewandert sind, wird Netflix ebenfalls veröffentlichen. Darauf kann man nun wirklich mal gespannt sein.

Mittwoch, 21. April

Am Mittwoch folgt wieder eine ganze Latte Zahlen aus Großbritannien. Die Erzeugerpreise, Einzelhandelspreise und Verbraucherpreise. Warum sind die wichtig? Vor allem wenn es um die Inflation geht, sind Börsianer in diesen Tagen sehr sensibel. Denn unzähmbar steigende Inflation wäre schlecht für die Märkte. Ein bisschen hingegen soll ganz gesund sein. Deshalb bemühen sich die Zentralbanken um eine Inflationsrate, die so um die 2% liegt. Aus den USA gibt es am Nachmittag die offiziellen Rohöllagerbestände.

Quartalszahlen kommen von ASML, Deutsche Börse, Halliburton und Verizon.

Donnerstag, 22. April

Donnerstag entscheidet auch die Europäische Zentralbank (EZB) über die Zinsen. Aktuell liegen diese immer noch bei 0% und dabei soll es natürlich bleiben. Der Einlagezins – also der Zins für den die Banken Geld bekommen – liegt bei -0,50%. Ganz genau, die müssen für geparktes Geld also noch Gebühren an die Europäische Zentralbank bezahlen. Auch das wird wohl so bleiben. Entscheidend für den Börsentag werden die Äußerungen auf der anschließenden Pressekonferenz werden. Denn wenn auch nur ansatzweise eine Straffung der Geldpolitik in Aussicht gestellt wird, könnten die Märkte bereits empfindlich reagieren.

Quartalszahlen kommen von American Airlines, AT&T, Intel, Mattel und SAP. Die Aktie des deutschen Tech-Giganten SAP hat immer noch mit einem heftigen Abverkauf aus dem letzten Jahr zu kämpfen. Und der lag ausnahmsweise mal nicht an Corona, sondern an miesen Quartalszahlen und unerwartet hohen Ausgaben. Jetzt erwarten Analysten einen Gewinn pro Aktie von 0,97 €. Zuletzt lag man eher deutlich über der Ein-Euro-Marke. Ob SAP den heftigen Drop aus dem letzten Jahr doch wieder aufholen kann, wird auch an den Zahlen liegen, die sie vorlegen werden.

Freitag, 23. April

Am Freitag gibt es aus Deutschland die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und für den Dienstleistungssektor. Ebenfalls gibt es den Markit PMI Gesamtindex für Deutschland, die Eurozone und den USA. Aus Übersee werden außerdem noch die Verkäufe neuer Häuser gemeldet. Der Immobilienmarkt ist ja immer einen Blick wert.

Quartalszahlen kommen dann noch von American Express und Daimler.

Kommt gut in die Börsenwoche!

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